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09. April 2026

Waschbär

Der aus Nordamerika stammende Waschbär wurde in den 1930er-Jahren für die Pelzproduktion nach Deutschland gebracht und später freigesetzt. In der Natur hat er sich in den letzten 20 Jahren exponentiell vermehrt, seit einigen Jahren auch in der Schweiz. Der anpassungsfähige, räuberische Allesfresser stellt eine Herausforderung für den Menschen und eine Gefahr für einheimische Tiere dar.

Wo liegt das Problem?
Der Waschbär hält sich gerne in Wäldern und in Gewässernähe auf und ernährt sich als Allesfresser von Pflanzen und Tieren. Durch seine Jagdaktivitäten kann er lokal Bestände empfindlicher Arten wie Amphibien, Reptilien und Vögel stark unter Druck setzen. Zudem konkurriert er mit einheimischen Arten, die eine ähnliche Lebensweise haben, wie etwa dem Dachs, dem Iltis und dem Marder.
Der Waschbär kommt auch im Siedlungsgebiet gut zurecht. Dort findet er leicht Nahrung und Unterschlupf, was zu Konflikten mit dem Menschen führt: Er durchwühlt Abfälle, kann beim Eindringen in Gebäude Dachdämmungen beschädigen und hinterlässt Kot und Urin. Er kann ausserdem verschiedene gefährliche Krankheitserreger übertragen, wie z.B. den Waschbärspulwurm.

Waschbären erkennen
Da Waschbären dämmerungs- und nachtaktiv sind, werden sie nur selten beobachtet. Typische Merkmale sind:
› Schwarze «Maske» über den Augen
› Schwarz-weiss geringelter, buschiger Schwanz
› Pfoten mit fünf Fingerzehen (Trittspuren handähnlich)

Was können Sie tun?
Nicht Füttern! Das Füttern von Wildtieren ist verboten (vgl. § 11 Abs. 1 Wildtier- und Jagdgesetz Basel-Landschaft)

Waschbären, die gefüttert werden, verlieren ihre Scheu, werden zudringlich und können sich unter Umständen aggressiv verhalten.

  • Speisereste oder Tierfutter nicht im Freien stehen lassen
  • Kompost abdecken
  • Abfall in gut verschlossenen Behältern lagern, volle Abfallsäcke erst morgens rausstellen
  • Zugang zu Gebäuden verhindern: Öffnungen (z.B. Katzenklappen), Türen und Fenster von Gartenhäusern, Dachböden, Garagen usw. verschliessen
  • Bäume, die über das Dach reichen, zurückschneiden
  • Sandkästen zudecken, da diese sonst von Waschbären und anderen Tieren als Latrine verwendet werden können

Bitte melden Sie Sichtungen des Waschbären, wenn möglich mit Foto oder Video, der zuständigen Jagdaufsicht.

Amt für Wald und Wild beider Basel, Fachstelle Wildtiere, Jagd und Fischerei, fwwblch

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